Und doch hat offensichtlich die Neugierde die Skepsis von vielen überwinden können, so dass der Saal mit etwa 100 erwartungsfrohen Besucher:innen schließlich gut gefüllt war. Und spätestens mit dem Erklingen der ersten Takte der das Konzert eröffnenden „Fanfare Azzuro“ aus der Feder von Georg Unterholzner („Schorschi“) hatten die beiden jungen Musiker die Zuhörer in ihren Bann gezogen. Der Raum füllte sich mit warmen, weichen, unglaublich harmonischen Klängen, fast unmerklich gesellten sich dunkle, warme Linien, die Christian Panzer auf seinem Waldhorn durchgehend improvisierte zu dem filigranen Gitarrenspiel von Georg Unterholzner. Nach der rein instrumentalen Eröffnung moderierte Georg charmant durch das Programm, erläuterte die Anlässe der von ihm selbst geschriebenen Lieder und auch, wie es überhaupt zur Gründung des ungewöhnlichen Duos kam. Im Fluge vergingen die ersten 50 Minuten und die durchweg begeisterten Zuhörer konnten sich in der Pause am von fleißigen Helfer:innen erstellten Catering erfreuen.
Mit „Come again“ von John Dowland fanden sich alle wieder auf ihren Plätzen ein und ließen sich ein weiteres Mal in Windeseile verzaubern von Titeln wie „Hoamkema“ oder „Tiny Haus“ – alles Lieder mit ganz besonderer Hintergrundsgeschichte, die die Zuhörer noch vertrauter mit dem jeweiligen Lied werden ließen. Interessant auch Unterholzners Erklärung, warum er überhaupt anfing Liedtexte auf bayerisch zu verfassen – er wolle zeigen, dass das allgemein verbreitete Klischee eines typischen Bayern – Lederhose, Bier, Leberkäse, laute Blasmusik – keinesfalls erschöpfend sei – das ist ihm und Christian Panzer mit diesem gefühlvollen, ganz besonderen Konzert voll und ganz gelungen.
Stehend und durch und durch angerührt und begeistert applaudierte der ganze Saal - sehr viele wünschen sich ein Wiedersehen und Wiederhören!!